Mehr Bewegung am Arbeitsplatz

Bewegung am Arbeitsplatz - wie geht das?

Viele Vorsätze sind beinahe genauso schnell vergessen, wie sie gefasst wurden. Kölner Sportwissenschaftler raten dazu, dass oft gewünschte "Mehr" an Bewegung einfach in den Arbeitsalltag zu integrieren. Prof. Dr. Ingo Froböse glaubt, dass Sport nach der Arbeit alleine oft nicht ausreicht, um Menschen gesund, fit und leistungsfähig zu erhalten. Daher fordert er, die Bewegung zu den Menschen zu bringen. Es sollen Räume für Bewegung am Arbeitsplatz geschaffen werden, die die Arbeitsprozesse nicht stören. Mindestens 25% der Arbeitszeit sollen wir im Stehen, Gehen oder bei leichter körperlicher Aktivität ausüben, so lautet die Empfehlung des Sportwissenschaftlers.

Beim Kölner Abend der Sportwissenschaft im Dezember 2017 wurden erste Ideen zur Umsetzung präsentiert. Unter dem Titel "Der Arbeitsplatz der Zukunft - bewegtes Arbeiten, statt riskanten Sitzens?" wurden das Für und Wider abgewogen. Gymnastikbälle, höhenverstellbare Schreibtische oder E-Mail freie Stunden sollen nicht allein zu mehr Bewegung am Arbeitsplatz führen. Verhaltensänderungen sollten die Bewegungskultur in Unternehmen verändern. Laut Prof. Dr. Jens Kleinert, sind der Teamgeist und das Miteinander zum Beispiel auch Schlüsselkomponenten für einen bewegten Arbeitsplatz.

Wie der Arbeitsplatz der Zukunft schließlich konkret aussehen wird, bleibt offen. Der Psychologe Kleinert rät dazu die guten Vorsätze des Jahres zu konkretisieren, sie mess- und überprüfbar zu machen, um sie dann in die sozialen und alltäglichen Handlungsstrukturen zu integrieren.

Quelle: www.kn-citynews.de