Farbgestaltung im Büro

Funktionen und Einsatzmöglichkeiten der Farben im Büro

Die Farbgestaltung im Büro kann mehrere Funktionen erfüllen. Die Farben können zum einen der Information dienen, zum anderen auch als Orientierung sehr hilfreich sein. Außerdem kommunizieren Farben die Marke, geben Gefahrenhinweise und machen verschiedene Funktionsbereiche unterscheidbar. Der ästhetische Aspekt ist schließlich der letzte Punkt auf der Liste der Funktionalitäten. 

Richtlinien für die Farbgestaltung im Büro

  • keine Blendreflexe
  • keine Helligkeitssprünge
  • Nachfarbenneutralität
  • eher mittelwertige Farben
  • Marken gerechte CI Farben

Die Farbgestaltung und die Lichtverhältnisse im direkten Arbeitsbereich muss so beschaffen sein, dass Sehstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Ermüdungserscheinungen des Mitarbeiters bzw. der Mitarbeiterin vermieden werden. Ursachen für die Symptome sind häufig Blendungen, Spiegelungen und Kontrastarmut oder auch das Gegenteil. Also zu hohe Kontrastintensität und zu starke Farbreize.

Die Farbhelligkeit der unterschiedlichen Flächen und Gegenstände im direkten Arbeitsumfeld sollten sich in einem ähnlichen Farbspektrum bewegen. Zu starke Hell-Dunkel-Kontraste oder Blendsituationen durch Leuchten oder Tageslicht, sind demnach also nicht zu empfehlen. Zudem spielt auch die Menge der verwendeten Farben und das gewählte Farbspektrum eine Rolle. Eine ausgewogene Farbgestaltung im Büro setzt den Mitarbeiter weder der Eintönigkeit noch einer Reizüberflutung aus. Außerhalb des Arbeitsumfelds dürfen die Farbreize und Kontrastunterschiede größer werden.

Einsatz von ergonomischen Farben

Wir empfehlen für die Farbgestaltung im Büro den Einsatz der sogenannten ergonomischen Farben. Hier wird unterschieden in ergonomische Akzentfarben für Boden, Stühle und Accessoires, ergonomische Flächenfarben für Arbeitsflächen, große Fronten bzw. große Möbel und ergonomische Raumfarben für Wände und Decken. Als Akzentfarben gelten alle Primär- und Sekundärfarben, schwarz und braun oder auch die CI Farben des Unternehmens. Die Flächenfarben sind hell, also meist weiß, beige, hellblau oder auch hellgrün während für die Raumfarben, also für Wände und Decken weiß, sehr helles grau oder Pastellfarben verwendet werden. Allgemein gilt, je größer die Fläche, desto zurückhaltender sollte die Farbgebung sein.

Farbliche Differenzierung der Bürobereiche

Unterschiedliche Raumfunktionsbereiche sollten bei der Farbgestaltung differenziert werden. Die Mitarbeiter entwickeln jeweils eine andere Erwartungshaltung an das Ambiente der Räume und auch das Gesamtbild des Bürokomplexes ist ansprechender und erlebnisreicher.

Bereich

Grundstimmung

Lichtsituation

Farben

Empfang/Foyer

Bewegung

hell

Akzentfarben

Aufenthalt/ Warten

Ruhe

dunkel - mittel

warme Farbtöne

Pausen/ Kantine

Abwechslung

hell

Farbvielfalt

Konferenz

Konzentration

mittel

nuanciert

Arbeitsräume

Anregung

hell

ergonomisch, akzentuiert

Auch für die Orientierung im Bürobereich können statt der gängigen Piktogramme und Raumbeschilderungen Farben eingesetzt werden. Diese sind oft einprägsamer als rein typographische Hinweisschilder.

Farbgestaltung im Büro als Imagefaktor

Die Unternehmensidentität (Corporate Identity) setzt sich aus der Unternehmenskultur, der Unternehmenskommunikation und der farblichen Gestaltung (Corporate Design) zusammen. Daher sollten Farbkonzepte nie isoliert davon betrachtet werden, sondern sich in das Gesamtbild des Unternehmens integrieren. Die verwendeten Farben und Materialien transportieren den Markenauftritt ins Dreidimensionale.

Sollten Sie bei der Farbgestaltung im Büro mal nicht weiterkommen oder fachliche Beratung benötigen, können Sie gerne mit uns Kontakt auf. Wir helfen weiter!

Quelle: buerowissen.de